Bundesregierung erhöht Quote für Agrosprit ab 2015

Die Bundesregierung hat die Quote für Agrosprit ab 2015 erhöht. Hersteller müssen demnach schrittweise 3,5 Prozent ihres Treibstoffs aus Raps oder Mais herstellen. Das wiederum ist nicht unumstritten. Kraftstoffhersteller müssen in den kommenden beiden Jahren mehr Biosprit an die deutschen Zapfsäulen bringen als ursprünglich vorgesehen. Der für 2015 und 2016 vorgeschriebene Mindestanteil steigt von 3,0 auf 3,5 Prozent des Gesamtabsatzes. Ein entsprechendes Gesetz verabschiedete der Bundestag am 9. Oktober 2014. Im Gegenzug steigt die Agrosprit-Quote für die Folgejahre ab 2017 nicht ganz so stark wie eigentlich geplant.  Die Quoten für Treibstoffe, die aus Raps oder Mais hergestellt werden, sollen dem Klimaschutz dienen. Allerdings ist Agrosprit umstritten, weil durch den Anbau der Pflanzen gleichzeitig Flächen für Nahrungsmittel wegfallen. Zudem werden für neue Felder vor allem in Entwicklungsländern Wälder gerodet, was wiederum klimaschädlich ist. In Nicaragua hat die drastische Erhöhung der Produktion zu einem Anstieg des Pestizideinsatzes und vermehrten Krankheitsraten geführt.

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