Das Muster der deutschen Entwicklungspolitik: Wirtschaftsförderung mit Pestiziden!

Kleinbauern und Landarbeiter hungern, da sie über Jahrzehnte marginalisiert und durch Wirtschaftsinteressen ausgebeutet wurden. Kleinbauern werden vor allem als Zulieferer für die großen Player im globalen Markt wahrgenommen. Landarbeiter stellen das unsichtbare Heer billiger Arbeitskräfte, auf deren Rücken Agrarkonzerne Profite erwirtschaften. Statt den Hunger zu bekämpfen kauft sich die KfW-Tochter Deutsche Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft (DEG) wie in Paraguay in Agrarkonzerne mit 135 000 Hektar ein, so die Menschenrechtsorganisation FIAN im FR-Artikel vom 3. März 2015: http://www.fr-online.de/gastwirtschaft/entwicklungspolitik-marginalisiert-und-ausgebeutet,29552916,30018858,item,0.html
Dabei gibt es heute praktisch keinen Ort mehr auf der Welt, an dem landwirtschaftliche Expansion nicht die Gefahr von Landkonflikten birgt. Intensivierung geht einher mit Umweltproblemen und Arbeitskonflikten. Eigentlich soll sie kleinen Unternehmen helfen: Wie die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) Landgrabbing unterstützt zeigt der Artikel der taz vom 6.2.2015 http://www.taz.de/Deutsche-Entwicklungspolitik/!154188/. Die deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) ist eine 100-prozentige Tochter der staatlichen deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Nicht nur in Mali, Honduras oder in Paraguay werden mit deutschen Steuergeldern fragwürdige „Entwicklungsprojekte“ finanziert: Bereits seit 2009 weisen wir auf die Zunahme der Niereninsuffizienz-Erkrankungen in der nicaraguanischen Zuckerindustrie hin. Seitdem wurde die Produktion nicht nur durch die europäische Nachfrage nach Agrosprit, sondern auch durch die Förderpolitik Deutschlands in die Höhe getrieben.

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