Zerstörungen im Rathaus von Chichigalpa

DER KAMPF DER EHEMALIGEN ZUCKERROHRARBEITER
Auszug aus La Prensa 09-10-2015

In Chichigalpa haben einige öffentlichen und privaten Einrichtungen angesichts der vandalischen Akte einer Gruppe von Menschen im sandinistischen Rathaus eingestellt.

So stellten am Donnerstag Schulen den Unterricht ein und schlossen Banken.

Zuvor waren am 07.Oktober um 22 Uhr bei den Protestaktionen der Vereinigung der chronisch Nierenkrankheiten (IRC) die Seitentüren des Rathauses, das Einwohnermeldeamt, das Büro der Kolonialroute und der Vulkane, sowie die Büros des Bürgermeisters und der Vizebürgermeisterin zerstört worden.

Es gelang ihnen jedoch nicht, das Rathaus in Brand zu stecken.

Die Asociación Chichigalpa por la Vida (Asochivida) verurteilte die Vorfälle, die nur Nachteile bringen und erklärte, sie habe damit nichts zu tun.

Asochivida vertritt über 2.400 ehemalige Zuckerrohrarbeiter, die an chronischem Nierenversagen leiden, bzw deren Witwen und Vertreter derer, die bereits daran gestorben sind.

(Zur Erinnerung in Chinandega leiden tausende ehemaliger Zuckerrohrarbeiter unter chronischen Nierenversagen. Die viele von ihnen sind arbeitsunfähig bzw gestorben. Seit Jahren fordern sie um Entschädigung und Unterstützung. Anm.M.R.)
Die Proteste in Chichigalpa gehen weiter
Auszug aus La Prensa 09-10-2015

Eine Gruppe von Menschen, die unter Nierenversagen leiden, hält sich vor der Polizeistation von Chichigalpa auf und fordert die Freilassung von 18 Personen, die in verschiedenen Barrios wegen der gewaltsamen Vorfälle am 7. Oktober festgenommen wurden. Dabei war das Rathaus teilweise zerstört und einige Geschäfte geplündert worden.

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