Zuckerrohranbau in Nicaragua: Das seltsame Leiden der Plantagenarbeiter

Feuchtheiß und tropisch ist das Klima an der Pazifikküste in Nicaragua. Neben Reis wird hier vor allem Zuckerrohr angebaut, Grundlage für eine weltberühmte Rum-Sorte. Die Plantagenarbeiter, die das Zuckerrohr ernten, leiden an einem schweren Nierenleiden. Viele sind bereits gestorben.

Film von: Tom Noga

Das Städtchen Chichigalpa mit rund 40 000 Einwohnern ist im ganzen Land bekannt als die Hauptstadt des Zuckers und des Rums. Die bekannteste Rum-Sorte – „Flor de Caña“ – hat schon Auszeichnungen auf der ganzen Welt gewonnen. Der Anbau von Zuckerrohr ist wichtig für die Region – aber auch gefährlich: seit den 70er Jahren grassiert in Chichigalpa ein unheimliches Nierenleiden. Zehntausende sind schon daran gestorben. In den letzten Jahren haben sich viele der Angehörigen zu Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Die Arbeiter sagen, dass der massive Einsatz von Pestiziden über Jahrzehnte das Grundwasser verseucht hat. Doch für wissenschaftliche Untersuchungen gibt der Staat zu wenig Geld.
Zum Film:
http://www.br.de/radio/bayern2/politik/breitengrad/breitengrad-nicaragua-zuckerrohranbau100.html

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